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Sudan bricht nach Kämpfen vor Khartum diplomatische Beziehungen zum Tschad ab

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Sudan bricht nach Kämpfen vor Khartum diplomatische Beziehungen zum Tschad ab

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Hunderte Sudanesen haben am Sonntag die teilweise Aufhebung der Ausgangssperre in der Hauptstadt Khartum gefeiert. Die Regierung hatte die Sperre verhängt, nachdem Rebellen aus der Krisenregion Darfur in einen Außenbezirk von Khartum vorgedrungen waren – angeblich angeführt vom Chef der Aufständischen persönlich. Es war das erste Mal seit Jahrzehnten, dass Kämpfe zwischen Rebellen und Regierungstruppen direkt vor den Toren der Hauptstadt stattfanden. Als Folge brach der Sudan die diplomatischen Beziehungen zu seinem Nachbarland Tschad ab. Der sudanesische Präsident Omar al-Baschir beschuldigte den Tschad in einer Fernsehansprache, die Rebellen zu unterstützen.

Die Beziehungen zwischen den beiden Ländern sind seit längerem angespannt. Beide Regierungen werfen dem jeweils anderen Land vor, den Aufständischen als Rückzugsraum zu dienen. Unklar ist, wer aus den Kämpfen vor Khartum als Sieger hervorging. Laut der Regierung wurde der Angriff zurückgeschlagen; mehrere Rebellenführer seien getötet worden, hieß es. Die Aufständischen erklärten, sie hätten den Vorort von Khartum unter ihre Kontrolle gebracht.