Eilmeldung

Eilmeldung

Erstes US-Flugzeug bringt Hilfe nach Birma

Sie lesen gerade:

Erstes US-Flugzeug bringt Hilfe nach Birma

Schriftgrösse Aa Aa

Nach der Naturkatastrophe in Myanmar, auch bekannt als Birma, ist dort zum ersten Mal ein amerikanisches Flugzeug gelandet. Es bringt Decken, Moskitonetze und Anlagen zur Wasseraufbereitung. Amerikanische Helfer durften nicht mitkommen; die Hilfsgüter werden nun wahrscheinlich von der birmanischen Armee verteilt.

Die lässt sich im Staatsfernsehen als Retter zeigen; Hilfsorganisationen berichten, dass Lieferungen aus dem Ausland umetikettiert und als Regierungshilfe ausgegeben werden.

Die Militärregierung lässt nur wenige Hilfsgüter und vor allem kaum ausländische Helfer ins Land. Helfen können im Katastrophengebiet nur Organisationen, die schon länger im Land tätig sind und birmanische Mitarbeiter haben.

Dabei ist das Ausmaß der Katastrophe verheerend, nach dem Wirbelsturm vor anderthalb Wochen und
der darauf folgenden Überschwemmung im Süden des Landes. Die Regierung nennt inzwischen eine vorläufige Zahl von 28.000 Toten. Mehr als dreißigtausend Menschen werden demnach vermisst. Oft sind die betroffenen Gebiete aber gar nicht zugänglich, so dass die Zahlen noch viel höher ausfallen können.

“Ich habe meine Familie verloren, alles”, sagt eine Frau hier; “ich muss irgendwie essen und sehen, wie es weitergeht; ich brauche Hilfe.” – Nach Angaben der UNO wird alleine an Nahrung das Fünffache dessen gebraucht, was zur Zeit in das Katastrophengebet gelangt.