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EU will mehr Hilfe nach Myanmar schicken

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EU will mehr Hilfe nach Myanmar schicken

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Die Europäische Union ist bereit, ihre Hilfe für das vom Zyklon geschundene Myanmar aufzustocken. Entwicklungskommissar Louis Michel berief für Dienstag eine Sitzung der zuständigen Minister ein. Mehr Hilfe mache jedoch keinen Sinn, wenn sie die Opfer nicht erreiche, sagte Michel. Ähnlich äußerte sich zuvor Frankreich, das ein Kriegsschiff mit Reis direkt ins Krisengebiet schickt. Großbritannien warf der Junta vor, das Desaster in eine humanitäre Katastrophe auszuweiten.

Hilfsorganisationen befürchten angesichts der unhygienischen Zustände in den Notunterkünften ein Massensterben. Viele Helfer warten weiter auf Landegenehmigungen. Die Miliärs bestehen jedoch darauf, die Hilfe selbst zu verteilen – propagandawirksam im Staatsfernsehen. Auf die Kisten aus dem Ausland sollen sie die Namen hochrangiger Generäle geschrieben haben.

Das Welternährungsprogramm nahm seine Luftbrücke wieder auf. Ein Malteser-Konvoi bringt medizinische Ausrüstung ins besonder betroffene Irrawaddy-Delta. Wenige Ärzte versuchen dort, tausende Opfer zu versorgen: Ohne Wasser, Strom und Medikamente.