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Merkel nimmt Hitler-Attacke von Chavez gelassen

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Merkel nimmt Hitler-Attacke von Chavez gelassen

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Venezuelas Präsident heizt die Stimmung an für den EU-Lateinamerika-Gipfel in Lima diese Woche – und auch für die erste Lateinamerika-Reise der Bundeskanzlerin. Auch wenn man in Deutschland gelassen reagierte auf seine Breitseite gegen Angela Merkel. Vor seinen Anhängern hatte Hugo Chavez bei seiner sonntäglichen Ansprache geschimpft, Merkel gehöre der selben Rechten an, die einst Hitler an die Macht brachte.

Und: “Europa kann verstehen, was hier passiert, aber die deutsche Kanzlerin riet gestern den Regierungen in Lateinamerika, sich von Regierungen wie der von Hugo Chavez abzuwenden. Nun, Frau Kanzlerin, gehen Sie zum … na, ich sag nichts weiter, denn sie ist eine Dame.”

Merkel blieb bei ihrer recht sanften Kritik, die Chavez zum Rasen gebracht hatte: Im Vorfeld des Gipfeltreffens in Peru hatte sie im Interview auf die Frage, ob Chavez mit seiner linksnationalistischen Politik dem Verhältnis zwischen der EU und Lateinamerika schade, geantwortet, dass ein Land allein diese Beziehungen nicht nachhaltig beeinträchtigen könne. Chavez spreche nicht für ganz Lateinamerika.

Schon beim letzten EU-Lateinamerika-Gipfel in Wien hatte der Linkspopulist mit seinen anti-kapitalistischen Parolen die Geduld der Europäer strapaziert. Er ist bekannt für Ausfälle, US-Präsident Bush hatte er schon als Teufel bezeichnet.