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Weiter kritische Lage im Libanon

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Weiter kritische Lage im Libanon

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Bei den Auseinandersetzungen im Libanon sind in den letzten Tagen offenbar mehr als achtzig Menschen getötet worden. Zumindest in der Hauptstadt Beirut hat sich die Lage jetzt beruhigt, nach den schweren Kämpfen zwischen der
islamistischen, syrienfreundlichen Hisbollah-Bewegung und regierungstreuen Milizen.

Am Mittwoch sollen nun Vermittler der Arabischen Liga in Beirut eintreffen. Der christliche Politiker Amin Gemayel aus dem Regierungslager besteht aber darauf, dass die Hisbollah zuerst öffentlich erklären müsse, dass sie in innerlibanesischen Konflikten nie wieder Waffen einsetze.

Die neuen Kämpfe waren die schlimmsten internen Auseinandersetzungen seit 1990, dem Ende des Bürgerkriegs. Am Montag kam es für kurze Zeit noch
einmal zu Schießereien, in der zweitgrößten Stadt Tripoli.

Der Libanon steckt in einer politischen Krise: Die
Hisbollah ist schon vor langem aus der Regierung ausgetreten; seit einem halben Jahr hat das Land nicht einmal mehr einen Präsidenten. Nicht alle wollen das Ende dieser Krise abwarten: Wie hier am Grenzübergang in Masnaa suchen sie ihr Heil im benachbarten Syrien.