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Belgischer Sprachstreit beschäftigt Europarat

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Belgischer Sprachstreit beschäftigt Europarat

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Der Europarat hat sich in Belgiens Sprachenstreit eingeschaltet. Während sich flämische und wallonische Minister über die Reform des Brüsseler Umland-Wahlkreises streiten, untersuchen nun Experten aus Straßburg die Situation in drei Orten dort. Es denn es besteht Verdacht auf Diskriminierung: Fast ein Jahr nach den Kommunalwahlen weigert sich der zuständige Minister, die gewählten Bürgermeister zu vereidigen, weil sie Wahlbenachrichtigungen auf Französisch verschickt hatten – obwohl sie formal zum niederländischsprachigen Flandern gehören.

Charles Picqué, der französischsprachige Ministerpräsident der Region Brüssel bedauert, dass ein Besuchs der Delegation vom Europarat nötig ist, und aber, dass es nun einen ruhigen Meinungsaustausch geben wird. Doch ist das kaum wahrscheinlich: Denn bereits die Tatsache, dass die Experten zuerst mit dem Brüsseler Ministerpräsidenten sprachen, sorgt in Flandern für Ärger.