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Birma in Not: Internationale Kritik an Behinderungen durch Militärjunta wächst

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Birma in Not: Internationale Kritik an Behinderungen durch Militärjunta wächst

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Trotz zahlreicher Hilfslieferungen aus aller Welt ist die Versorgung der Zyklonopfer in Myanmar, dem ehemaligen Birma, weiterhin unzureichend. Zwar hat die Militärjunta das Einreiseverbot für internationale Helfer leicht gelockert, dennoch beklagen humanitäre Organisationen nach wie vor Einschränkungen. Gleichzeitig wächst im Katastrophengebiet die Seuchengefahr. “Wir schätzen, dass zwei Millionen Menschen von Hunger und Krankheiten bedroht sind”, sagte der britische Premierminister Gordon Brown, “weil die birmanischen Behörden nicht mit uns zusammenarbeiten. Wir tun, was wir können, aber die Militärs müssen auf die internationale Kritik reagieren. Die Augen der Welt sind auf Birma gerichtet.”

Auch die Organisation “Ärzte ohne Grenzen”, die 34 Tonnen Hilfsgüter per Flugzeug nach Rangun schickte, berichtet von Behinderungen durch die lokalen Behörden. “Die ausländischen Helfer können nur beschränkt agieren”, klagt “Ärzte-ohne-Grenzen”-Sprecher Joe Belliveau. “Mit wenigen Ausnahmen beharrt die Regierung auf einheimischen Helfern.” Auch Frankreich und die USA schickten Hilfsgüter nach Birma – trotz der Kritik an der Militärjunta. Die Entwicklungshilfeminister der EU beraten am Dienstag in Brüssel über eine Aufstockung der Hilfe. Eine Einschaltung des Weltsicherheitsrats allerdings lehnte UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon ab.