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Britisches Parlament berät liberaleres Embryonengesetz

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Britisches Parlament berät liberaleres Embryonengesetz

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Das britische Parlament hat sich in zweiter Lesung mit einem liberaleren Embryonengesetz befasst. Der neue Entwurf erleichtert zum Beispiel Lizenzen für Mensch-Tier Embryos, sogenannte Chimären. Gesundheitsminister Alan Johnson sagte, Stammzellenforschung berge enorme Möglichkeiten, um Heilungschancen bei degenerativen Krankheiten zu erschließen und gebe Hundertausenden Patienten und deren Familien neue Hoffnung. Die Möglichkeiten der medizinischen Forschung wolle seine Regierung voll ausschöpfen.

Die katholische Kirche in Großbritannien ist strikt gegen den Gesetzentwurf. Katholikin und Labour-Abgeordnete Claire Curtis Thomas meint, die Embryonenforschung gebe es schon seit 1990. Gebracht habe sie nichts. Dahingegen habe die Forschung an erwachsenen Stammzellen mehr als 80 Therapien bereits ermöglicht, und 350 würden momentan in klinischen Studien getestet.”

Kardinäle und Erzbischöfe im Inselreich riefen die Wissenschaftler dazu auf, sich auf die Forschung mit adulten Stammzellen zu beschränken. Für die Entwicklung neuer Methoden müsste kein menschliches und tierisches Leben miteinander vermischt werden. Der schottische Kardinal Keith O Brian nannte den Gesetzentwurf einen “monströsen Angriff auf die Menschenrechte, die menschliche Würde und das menschliche Leben.”