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Erbeben in China: Opferzahlen steigen

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Erbeben in China: Opferzahlen steigen

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Am Tag nach dem schweren Erdbeben in China hat ein starkes Nachbeben der Stärke 6,1 erneute die betroffene Region erschüttert. Das Epizentrum war wieder im schwer betroffenen Kreis Wenchuan nahe der Provinzhauptstadt Chengdu, wie die chinesische Erdbebenwarte berichtete.

Unterdessen zeichnet sich ein weiterer dramatischer Anstieg der Opferzahlen ab: Knapp 12.000 Tote, so lautet bisher die offizielle Zahl. Aber allein in einer Stadt der Provinz Sichuan könnten noch einmal so viele unter den Ruinen begraben worden sein, berichteten Staatsmedien nun. Regelmäßig gibt gehen aus den betroffenen Landkreisen Berichte von weiteren Toten und Verschütteten ein. Die Zerstörungen in der Provinz sind so heftig, dass es den Helfern erst jetzt gelang ins Epizentrum des Bebens vorzudringen, unweit der Regionalhauptstadt Chengdu.

Auch Regierungschef Wen Jiabao reiste ins Katastrophengebiet: Zum Zeichen des Engagements seiner Regierung und der chinesischen Behörden ließ er sich beim Retten eines Verschütteten filmen. Er appellierte er die Funktionäre, den Opfern zu helfen, und an die Opfer, Vertrauen in die Behörden zu haben. 50.000 Soldaten seien für die Rettungsarbeiten abkommandiert worden. Unter den Opfern sind auch Touristen: Von 15 Britischen Reisenden fehlt jede Spur. Seismologen verglichen die Stärke des Erdbebens mit der Katastrophe 1976 im Nordosten des Landes, wo fast eine Viertel-Million Menschen getötet wurden.