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Libanesische Armee will im Konflikt mit Hisbollah hart durchgreifen

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Libanesische Armee will im Konflikt mit Hisbollah hart durchgreifen

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Die libanesische Armee will sich im Konflikt mit der Hisbollah “mit allen Mitteln” durchsetzen, nötigenfalls auch mit Gewalt. Nachdem in den vergangenen Tagen mehr als 80 Menschen bei Kämpfen zwischen der islamistischen Hisbollah und den regierungstreuen Milizen getötet wurden, hat das Militär angekündigt, für Ruhe und Ordnung im Land zu sorgen. Bei den Kämpfen handelte es sich um die schlimmsten internen Auseinandersetzungen seit dem Ende des Bürgerkrieges 1990. Der christliche Regierungspolitiker Amin Gemayel verlangt von der Hisbollah, dass “bevor wie in den Dialog einsteigen, Hassan Nasrallah öffentlich der libanesischen Bevölkerung, der internationalen Presse sowie den am Konflikt beteiligten Ländern, wie Syrien, Iran und Saudi-Arabien verspricht, nie wieder Waffen in unserem internen Konflikt einzusetzen”.

Der Libanon steckt in einer tiefen politischen Krise. Viele Menschen verlassen aus Angst vor einem neuen Bürgerkrieg ihre Heimat. Die radikale Hisbollah ist schon vor langem aus der Regierung ausgetreten. Seit einem halben Jahr hat das Land keinen Präsidenten – und die Wahl eines neuen Staatsoberhaupts mußte schon wieder verschoben werden. Das Parlament soll nun am 10. Juni entscheiden.