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Rettungsarbeiten in China laufen an

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Rettungsarbeiten in China laufen an

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In der Nähe des Epizentrums dauerte es fast einen ganzen Tag bis die Hilfskräfte eintrafen: So groß sind die zu überwindenden Hindernisse – so groß ist aber vor allem des Ausmaß der Zerstörung: Die von der Regierung gesandten Retter müssten eigentlich überall gleichzeitig sein: Von den mobilisierten Soldaten sind bisher 17.000 im Einsatz – die anderen 34.000 sind unterwegs. 20 Militärflugzeuge sollen Personen und Hilfsgüter transportieren. Aber: bisher fehlt es an allem – und der Dauerregen behindert die Arbeiten.

Wo die Häuser noch stehen haben die Menschen Angst in ihre Wohnungen zurückzukehren. Und je länger sie auf Hilfe warten, desto größer wird der Hunger. “Nicht einmal ein Packet Nudeln hat es bisher gegeben”, sagt ein Frau in Dujiangyan. Sie habe seit dem Unglück noch nichts gegessen – und ihre Kinder auch nicht.

Mehreren Regionen Chinas schickten Ärzteteams in die Notgebiete. Medikamente und medizinisches Gerät kommen aber nur langsam an, ebenso die dringend benötigten Zelte für die Opfer. In verschiedenen Städten gibt es Suppenküchen. Im Umgang mit internationaler Unterstützung versucht sich die chinesische Regierung von der Junta des Nachbarlandes Birma abzusetzen: ein Außenamts-Sprecher sagte, sein Land sei bereit, mit internationalen Organisationen zusammenzuarbeiten. Die Europäische Union und die USA hatten schon am Vortag ihre Hilfe angeboten.