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Chaos in chinesischem Erdbebengebiet - Tausende Menschen weiterhin vermisst

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Chaos in chinesischem Erdbebengebiet - Tausende Menschen weiterhin vermisst

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Die Zahl der Toten und der Verschütteten nach dem schweren Erdbeben in China geht inzwischen in die Zehntausende. Mehr als achtzehntausend Menschen liegen offenbar alleine in der Stadt Mianyang unter den Trümmern, nahe dem Epizentrum des Bebens. Inzwischen sind auch Helfer von außerhalb in das Katastrophengebiet gelangt, wo sie einen Wettlauf mit der Zeit aufgenommen haben: Fünfzigtausend Soldaten sollen ihn zumindest nicht verlieren.

Manche Gebiete sind weiterhin von der Außenwelt abgeschnitten, sodass über die Lage dort nichts bekannt ist. Die Behörden vor Ort nennen inzwischen aber eine vorläufige Zahl von rund zwölftausend Toten. In der betroffenen Region fehlt es vor allem an Trinkwasser, Nahrung und Medikamenten. Außerdem gibt es zu wenige Notunterkünfte: Viele Menschen übernachten bei strömendem Regen im Freien. Die Zelte werden vor allem gebraucht, um die Verletzten zu versorgen – schließlich sind auch die Krankenhäuser überfüllt.

Einen Tag nach der Katastrophe erschütterten weiter starke Nachbeben die Provinz Sichuan. Solche schweren Erschütterungen können sich noch über Monate ereignen; schwächere Beben kommen sowieso fast im Minutentakt. Die chinesische Regierung rief die Bevölkerung zu Blutspenden auf, an denen großer Bedarf besteht. Außerdem wurden Blutvorräte aus anderen Gegenden Chinas nach Sichuan geschickt. Die großen Fluggesellschaften des Landes haben zur Versorgung der Opfer Flugzeuge bereitgestellt. Der Flughafen der Provinzhauptstadt und Millionenmetropole Chengdu ist nur noch für Hilfstransporte geöffnet.