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EU fordert Öffnung der Grenzen von Myanmar für internationale Hilfsorganisationen

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EU fordert Öffnung der Grenzen von Myanmar für internationale Hilfsorganisationen

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Bei einem Krisentreffen in Brüssel haben die für humanitäre Hilfe zuständigen EU-Minister die Militärmachthaber in Myanmar aufgefordert, das Land unverzüglich für internationale
Katastrophenhelfer zu öffnen. Sie erinnerten die Regierung an deren Verantwortung, die eigene Bevölkerung zu schützen. Der spanische Minister Diego Lopez Garrido sagte, wenn die Junta so weiter mache, könne dies als Verweigerung von Hilfe für die Bevölkerung, ja gar als Verbrechen gegen die Menschlichkeit zur Anklage gebracht werden. “Abertausende Menschen sterben unnötig,” sagte Lopez Garrido, “weil die Junta keine Hilfe ins Land lässt.” Die eintreffende internationale Hilfe wird in Rangun von Soldaten übernommen.

Der für humanitäre Hilfe zuständige EU-Kommissar Louis Michel flog unterdessen nach Thailand, um von dort ins Katastrophengebiet zu gelangen. Seine Reise sei ausschließlich humanitärer Natur, und habe keine politische Dimension. Die EU hofft darauf, dass der UN-Sicherheitsrat sich mit dem Verhalten der Regierung in Myanmar befasst und diese auffordert, Hilfe und Helfer zuzulassen.