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Regierung in Bogotá ermöglicht Auslieferung ehemaliger Paramilitärs

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Regierung in Bogotá ermöglicht Auslieferung ehemaliger Paramilitärs

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Kolumbien hat 14 Kommandanten der rechtsgerichteten Paramilitärs an die USA ausgeliefert. Die wegen Drogenhandels inhaftierten Männer wurden aus verschiedenen Gefängnissen abgeholt und zum Militärstützpunkt Catam in der Hauptstadt Bogotá gebracht. Die Auslieferungen wurden möglich, nachdem die kolumbianische Regierung den Ex-Kommandanten die Privilegien eines Sondergesetzes entzogen hatte. “Das ist ein Schritt zu einem Friedensprozess”, so der Anwalt eines Anführers der Paramilitärs. “Es gab Verhandlungen über die Konditionen, aber es war immer klar, dass die Bedrohung einer Auslieferung für diese Kommandanten besteht.”

Die mittlerweile weitgehend aufgelösten Todesschwadronen waren wegen ihrer Bluttaten gefürchtet. Sie sollen enge Beziehungen zu Politikern aus dem Lager von Staatspräsident Alvaro Uribe unterhalten haben. Gegen zahlreiche Politiker wird deshalb bereits ermittelt, weshalb die Auslieferungen der ehemaligen Kommandanten der kolumbianischen Regierung durchaus gelegen kommen. Das umstrittene Sondergesetz hätte den Anführern der Paramilitärs milde Haftstrafen garantiert und sie vor der Auslieferung geschützt.