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Schwangere Frau aus Trümmern gerettet

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Schwangere Frau aus Trümmern gerettet

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Ab und zu werden die Retter im Erdbebengebiet auch belohnt: In Dujiangyan, einer der am stärksten betroffenen Städte, bergen sie eine hochschwangere Frau lebend aus den Trümmern, zwei Tage nach den Erdstößen. Kurz danach retten sie auch noch ihre Mutter. Ein Wunder, sagt der Einsatzleiter – ein Wunder aber, das er der Arbeit von Regierung, Partei und Armee zuschreibt.

Solche guten Nachrichten sind selten in dem Katastrophengebiet, in dem die Opferzahlen mittlerweile in die Zehntausende gehen. Nach neuen, vorläufigen Zahlen sind es mehr als vierzehntausend Tote und noch einmal so viele Vermisste – nur in der Provinz Sichuan, wo das Zentrum des Bebens lag. Gleichzeitig rechnen die dortigen Behörden mit mindestens fünfundzwanzigtausend Verschütteten – wobei über das Schicksal etlicher abgeschnittener Orte noch gar nichts bekannt ist.

Die Regierung hat fünfzigtausend Soldaten in das Erdbebengebiet geschickt, noch einmal dreißigtausend sollen jetzt dazukommen. Auch sie leisten aber vor allem Handarbeit: Schweres Bergungsgerät ist ebenso wie Hilfsgüter über die zerstörten Straßen nur schwer in die betroffenen Gebiete zu bringen.

Den Überlebenden macht neben Hunger und Durst an vielen Orten auch der anhaltende Regen zu schaffen. Die Menschen hier suchen sogar noch im Schutt nach Getreidekörnern. Es fehlt an Zelten und Decken ebenso wie an Trinkwasser und Medikamenten – und immer noch kommt es zu schweren Nachbeben.