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NATO gruendet Zentrum gegen Computerangriffe

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NATO gruendet Zentrum gegen Computerangriffe

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Die NATO will sich in Zukunft gemeinsam gegen Computer-Angriffe von aussen schützen. Die sechs Gründungsstaaten des Nordatlantikpakts und Estland einigten sich in Brüssel auf die Einrichtung eines entsprechenden Abwehrzentrums. Der Vertrag sieht vor, 25 Experten für elektronische Kriegsführung in der estnischen Hauptstadt Tallin zu stationieren. Sie sollen die NATO-Staaten bei der Abwehr von Computerattacken unterstützen.

Der amerikanische NATO-General James Mattis erklärte, der virtuelle Raum müsse gesichert werden genauso wie Land, Luft und See. Er rechne in Zukunft mit mehr Computerattacken und Datenklau. Sie gehörten zu den heimtückischen Waffen des 21. Jahrhunderts, sagte der General. Die neue NATO-Abwehrtruppe soll in Tallin Quartier beziehen. Auch Deutschland hat sich zur Zusammenarbeit mit den Experten verpflichtet.
Estland hatte sich um das Zentrum beworben, weil es im vergangenen Jahr Ziel des bisher schwersten Computerangriffs im NATO-Raum geworden war.

Damals demonstrierte die russische Minderheit in Estland gegen den Abriss eines Denkmals für die ehemaligen Kämpfer der roten Armee. Der Konflikt in Tallin eskalierte.
Hacker aus dem Ausland nutzten die Gelegenheit, um Computer von Behörden, Banken und Geschäften lahmzulegen. Wer hinter dem Angriff steckte, konnte nie geklärt werden.