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Weiter ernste Lage nach Erdbeben in China

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Weiter ernste Lage nach Erdbeben in China

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Von einer ernsthaften Gefahr sprechen die chinesischen Behörden inzwischen für diejenigen, die das schwere Erdbeben vom Montag überlebt haben: Rund vierhundert Staudämme könnten in der Katastrophenprovinz Sichuan und in Nachbargebieten beschädigt sein. In der Gebirgsgegend gibt es besonders viele Stauseen und Wasserkraftwerke, von denen ebenfalls einige in Mitleidenschaft gezogen sind.

Auf den Straßen in die oft abgelegenen Gebiete der Erdbebengegend kämpfen sich die Helfer mühsam voran. Soldaten wurden auch schon per Fallschirm abgesetzt, ebenso wurden tonnenweise Hilfsgüter aus der Luft abgeworfen, aber diese Möglichkeiten sind begrenzt.

Vielen geht es mit der Hilfe zu langsam, aber der stellvertretende Verkehrsminister Feng Zhenning erklärt: “Wir sind hier im Zentrum des Bebens, da können wir keinen Sprengstoff nehmen. Wir gehen mit Planierraupen vor, Meter für Meter. Es liegt also nicht daran, dass wir zu wenige Leute einsetzen; es liegt an den Bedingungen.”

Die Behörden in Sichuan gehen inzwischen von rund zwanzigtausend Toten dort aus – wobei nach wie vor aber mindestens noch einmal so viele Menschen als verschüttet gelten. Die Hoffnung, sie lebend zu bergen, nimmt bei den Helfern drei Tage nach der Katastrophe ab: Viele Opfer sind tief unter den Trümmern begraben und dort kaum noch rechtzeitig zu finden.

China lässt jetzt aber auch Helfer aus Japan ins Land, nachdem es ausländische Retter bisher abgelehnt hatte. Die ersten dieser Bergungsfachleute sollen morgen im Erdbebengebiet ankommen. Auch Taiwan schickt eine Rettungsmannschaft.