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Kaliforniens Schwule und Lesben freuen sich auf Homo-Ehe

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Kaliforniens Schwule und Lesben freuen sich auf Homo-Ehe

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Jubel bei Kaliforniens gleichgeschlechtlichen Paaren: Der Oberste Gerichtshof des bevölkerungsreichsten US-Bundesstaates hob gestern das Verbot der Homo-Ehe auf. Es verstoße gegen die Verfassung, befanden die Richter in einer knappen Entscheidung.

Rund 50 Homosexuelle hatten gegen das Verbot geklagt, darunter auch Jewelle Gomez. Sie freue sich riesig und weine vor Freude, sie habe so lange darauf gewartet. Und Klägerin Jeanne Rizzo rief gleich ihre Partnerin an und fragte, ob sie sie heiraten wolle. Sie habe JA gesagt, das sei der bewegendste Tag in ihrem Leben.

Die Gegner der Homo-Hochzeit sind wütend. Sie wollen weiter für eine Ehe ausschließlich zwischen Mann und Frau kämpfen – wie sie vor acht Jahren die Mehrheit der Kalifornier in einem Volksentscheid gefordert hatte. Er sei enttäuscht, sagte Glen Lavy vom konservativen Alliance Defence Fund. Die Richter hätten ihre Kompetenzen überschritten.

Das Urteil ist ein Sieg für San Franciscos Bürgermeister Gavin Newsom, der 2004 das Ja-Wort für Schwule und Lesben einführte. Es sei unumgänglich, die Tür sei nun weit offen, sagte Newsom. Es werde Homo-Ehen geben, das sei die Zukunft, und die beginne jetzt.

Mehr als 4.000 Paare ließen sich damals innerhalb eines Monats trauen, dann verhängte das Gericht einen Stopp. Später erklärten die Richter die Ehen für ungültig, weil der Bürgermeister seine Befugnisse überschritten habe. Jetzt darf der mit einer Frau verlobte Newsom wieder gleichgeschlechtliche Paare trauen. Geschätzte 90.000 von ihnen leben in Kalifornien.