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Präsident Hu fordert mehr Anstrengungen für Erdbebenopfer in China

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Präsident Hu fordert mehr Anstrengungen für Erdbebenopfer in China

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Vier Tage nach dem schweren Erdbeben in China hat Präsident Hu Jintao zu größeren Anstrengungen aufgerufen. Die Hilfsmaßnahmen steckten in einer entscheidenden Phase, sagte Hu beim Besuch der Stadt Mianyang. Allein hier kamen mehr als 8000 menschen ums Leben. Regierungschef Wen Jiabao, seit Montag im Krisengebiet, bezeichnete das Beben als das verheerendste in der Geschichte der Volksrepublik.

Das Beben mit der Stärke von 7,9 auf der Richterskala hatte am Pfingstmontag weite Teile der Provinz Sichuan zerstört. Die Regierung schickte 130.000 Soldaten in die Krisenregion. Auch Experten aus Taiwan und Japan durften einreisen. Wegen starker Nachbeben müssen die Rettungsarbeiten immer wieder unterbrochen werden. Inzwischen wächst die Seuchengefahr. Die Regierung mahnte, die Leichen möglichst schnell zu beerdigen.

Noch immer werden Menschen lebend geborgen – wie dieser Junge aus den Trümmern einer eingestürzten Schule. Tausende werden weiter vermißt. Doch die Hoffnung, noch Überlebende zu finden, schwindet stündlich. Die Behörden gehen inzwischen von mehr als 50.000 Toten aus.

Mehr als 200.000 Gebäude stürzten durch das Erdbeben ein – darunter fast 7000 Schulen. Viele Eltern haben in den Trümmern ihr einziges Kind verloren. Nach schweren Vorwürfen kündigte die Regierung an, die Bauqualität der eingestürzten Schulen zu untersuchen. Gerade auf dem Land sind viele von ihnen unterfinanziert. Angehörige hatten darauf verwiesen, dass viele Behördengebäude dem Beben standgehalten hätten.