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Retter in China suchen weiter unter Trümmern

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Retter in China suchen weiter unter Trümmern

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Beichuan ist zur Geisterstadt geworden, nach dem schweren Erdbeben in China vom Montag. Die Retter sind inzwischen auch hier angelangt, aber nur noch vereinzelt finden sie Überlebende. Die Gegend gehört zu den letzten, die die Bergungsmannschaften erreicht haben.

Bei zweiundzwanzigtausend Toten steht die offizielle, vorläufige Bilanz. Staatspräsident Hu Jintao mahnt die Helfer zur Eile: Die Zeit werde knapp, die Probleme seien immer noch groß – es sei die entscheidende Phase.

Wahrscheinlich noch einmal Zehntausende sind unter dem Schutt begraben worden. Vier Tage nach der Katastrophe schwindet die Hoffnung, in den Trümmern noch viele Lebende zu finden. Und noch immer kommt es zu starken Nachbeben; 5,9 erreicht eines an diesem Tag.

Noch gelingen den Rettern aber Erfolge: In Hanwang bergen sie zum Beispiel zwei Kinder, die tagelang überlebt haben. Gerade auf das Schicksal der Kinder richtet sich die Aufmerksamkeit, im Land der jahrzehntelangen Ein-Kind-Politik. Fast siebentausend Schulen sind eingestürzt; viele Eltern machen den Staat verantwortlich. Auch die Behörden selbst halten Baumängel für möglich; das Bauministerium untersucht die Vorwürfe.

Zehntausende Helfer versuchen, die Menschen mit dem Nötigsten zu versorgen. Rund fünf Millionen Menschen sind obdachlos geworden. Zumindest kann die Hilfe jetzt auch auf dem Landweg kommen: Eine wichtige Bahnlinie und die wichtigste Straße in das Erdbebengebiet sind freigeräumt.

Auch ausländische Helfer dürfen jetzt kommen: Ein erstes Team aus Japan ist da; aus Russland, Südkorea und Singapur sind ebenfalls Fachleute angekündigt.