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Trotz Chavez' Attacken auf Merkel: EU-Lateinamerika-Gipfel soll Partnerschaft vertiefen

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Trotz Chavez' Attacken auf Merkel: EU-Lateinamerika-Gipfel soll Partnerschaft vertiefen

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Staatsmänner und -frauen aus sechzig Ländern haben sich an diesem Freitag in Lima zusammengefunden, um beim EU-Lateinamerika-Gipfel Lösungen im Kampf gegen die Armut zu finden. Wobei Beobachter wenig Neuigkeiten vermerkten und schon die Zusammenkunft so vieler Spitzenpolitiker an sich als wichtigstes Ereignis werteten.

Animiert wurde das Treffen von den Verbalattacken des venezuelanischen Präsidenten Hugo Chavez auf die deutsche Kanzlerin. Nachdem er sie zunächst in die Nachfolge der Rechten gestellt hatte, die Hitler an die Macht brachte, sprach er Angela Merkel schließlich noch jegliche Vernunft ab. Sie trug es bei ihrer ersten offiziellen Lateinamerika-Reise mit Fassung, hofiert von den peruanischen Gastgebern.

Ungeachtet solcher Randerscheinungen wollten die Gipfelteilnehmer, gut abgeschirmt von tausenden Polizisten, auf den Aufbau weiterer Freihandelszonen hinarbeiten. Ob das Treffen der Armut abhilft, bezweifelten die Bewohner der Slums wenige Kilometer weiter – sie fühlen sich im Stich gelassen. Nichtsdestotrotz berieten die Staatschefs über Maßnahmen gegen den Preisanstieg für Lebensmittel und zur Steuerung der Auswanderung.

Auch der Klimaschutz stand ganz oben auf der Tagesordnung. Lima soll den Auftakt bilden für ein neues Programm zur besseren Zusammenarbeit zwischen Europa und Lateinamerika in Umweltfragen. Doch streiten Europäer und Lateinamerikaner darüber, ob Biotreibstoff das Heilmittel gegen den Klimawandel ist oder die Rohstoffe besser für Nahrung genutzt werden sollten.