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29.000 Tote in China geborgen

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29.000 Tote in China geborgen

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Ein Amateurfilmer hat gefilmt, wie ein Nachbeben die chinesische Krisenprovinz Sichuan erschüttert. Eines von Hunderten, die die Rettungsarbeiten blockieren und zu neuen Tote führen. Das Nachbeben erschütterte auch Staats- und Parteichef Hu Jintao, der seine Reise durch die Katastrophenregion im Südwesten Chinas fortsetzte. Auch wenn die Zeit voranschreite, die Hauptaufgabe bleibe Überlebende zu finden, sagte Hu zu den Soldaten. Rund 150.000 hat die Regierung nach Sichuan entsandt, ein Gebiet so groß wie Spanien. In Deyang überlebte nur jeder dritte der 30.000 Einwohner das Beben. Die Städte Qingchuan und Beichuan mussten evakuiert werden, weil Dämme zu brechen drohten. In Beichuan flüchteten sich Tausende in höher gelegene Gebiete. In Qingchuan sollen laut Medienberichten aus Hong Kong mehr als eine Million Menschen betroffen sein. Bislang wurden nach offiziellen Angaben fast 29.000 Tote geborgen. Die Behörden fürchten, dass insgesamt mehr 50.000 Menschen ihr Leben ließen. Das Beben vom Pfingstmontag hatte eine Stärke von 7,9 auf der Richterskala. Es ist das verheerendste in der Geschichte der Volksrepublik. Für einige wenige Angehörige erfüllte sich nach fünf Tagen die Hoffnung: Auch am Samstag wurden weitere Überlebende gefunden. Einige berichteten, sie hätten ihren Urin getrunken, um sich am Leben zu halten. Auch ein deutscher Tourist konnte unversehrt gerettet werden. Anders als zunächst berichtet war der Bergsteiger aber nicht verschüttet. In einem zerstörten Dorf hatte er gemeinsam mit den Bewohnern auf Rettung gewartet.

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