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Bilaterale Versöhnung auf EU-Lateinamerikagipfel

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Bilaterale Versöhnung auf EU-Lateinamerikagipfel

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Mit einem Aufruf zur Bekämpfung der Armut ist in Lima der EU-Lateinamerikagipfel zu Ende gegangen. Auch der Klimaschutz stand im Mittelpunkt der Gespräche in Peru. Beide Themen sollen künftig den Schwerpunkt der Zusammenarbeit bilden.

Konkrete Vereinbarung trafen die Vertreter der 60 Staaten – 33 aus Lateinamerika und der Karibik sowie die der Europäischen Union – zwar nicht. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso zeigte sich dennoch zufrieden. Es sei richtig gewesen, zwei so wichtige Themen zu wählen wie die Armutsbekämpfung und den Klimawandel.

Diskutiert wurde auch die von der EU begrüßte Produktion von Biokraftstoffen. Brasilien ist der zweitgrößte Produzent, einige Erdölförderern Länder lehnen den Biosprit hingegen ab. Spaniens Regierungschef José Luis Rodriguez Zapatero warnte davor, den Anstieg der Lebensmittelpreise allein der Biosprit-Produktion zuzuschreiben.

Im Gespräch mit Venezuelas Präsident Hugo Chavez kittete Zapatero das bilaterale Verhältnis – ebenso wie Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel. Nach den Beleidigungen der letzten Woche interpretierte Chavez den deutschen Handschlag aber offenbar zu erleichtert: Eine angebliche Einladung nach Berlin dementierte die Kanzelerin später. Der nächste Gipfel soll in zwei Jahren in Madrid stattfinden.