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Elend in den Auffanglagern nach dem Erdbeben in China

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Elend in den Auffanglagern nach dem Erdbeben in China

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Das Stadion von Mianyang in der Provinz Sichuan. Mehr als 30.000 Menschen haben hier Zuflucht gefunden, ihre Häuser wurden bei dem Erdbeben zerstört. Jetzt harren sie hier aus und warten auf Hilfe. Viele von ihnen suchen nach Angehörigen. Sie geben die Hoffnung nicht auf, dass der Name eines Verwandten oder Freundes auf einer der Listen auftauchen könnte. Auch im Zentrum der zerstörten Stadt stehen Zelte, 2000 Menschen leben hier.

“Die Risse in meinem Haus sind gar nicht so groß”, sagt eine Frau, “aber ich habe dennoch Angst. Ich wohne oben, und ich habe Angst, dass ich bei einem weiteren Beben nicht schnell genug fliehen kann.” Auch für die Kleinsten ist das Leben im Camp ein täglicher Kampf: “Wir kaufen nasse Papiertücher, um ihn sauber zu machen”, beschreibt ein Mann die Situation seines Kindes, “wir trauen uns nicht nach Hause, um ihn zu waschen.” Fünf Millionen Menschen im Land sind obdachlos geworden, Nachbeben sind noch immer an der Tagesordnung. Die Menschen haben Angst. Viele sind allein. Eine Frau klagt: “Ich komme aus einer anderen Provinz. Ich habe niemanden hier, auf den ich mich verlassen kann, keinen Ort, wo ich hingehen kann. Es ist sehr hart. Ich hoffe wirklich, dass die Regierung etwas tun kann, um uns zu helfen.” Inzwischen werden Hilfslieferungen verteilt, Lebensmittel, Trinkwasser, das Nötigste zum Überleben. Wann die Menschen in Sichuan wieder ein normales Leben führen können, das weiß im Moment noch niemand hier.