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Rettet Birma: Militärjunta in Myanmar verweigert Hilfe - Oppositionelle demonstrieren im Ausland

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Rettet Birma: Militärjunta in Myanmar verweigert Hilfe - Oppositionelle demonstrieren im Ausland

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Die Generäle in Myanmar, dem ehemaligen Birma, bleiben hart: Nach wie vor lässt die Militärführung keine ausländischen Helfer in die vom Zyklon verwüsteten Gebiete. Nur einheimische Mitarbeiter von Hilfsorganisationen dürfen Nahrungsmittel und Medikamente verteilen. Vor allem für Kinder wird die Lage kritisch: Tausende Kleinkinder drohen zu verhungern, befürchtet die Organisation “Save the Children”. Und in der Bevölkerung wächst die Wut. “Die Regierung tut gar nichts”, sagt ein Mann. “Andere Organisationen wie die UNICEF oder private Spender helfen uns. So können wir überleben, wir bekommen Nahrung und Schutz.”

Im benachbarten Ausland lassen birmanische Oppositionelle ihrem Unmut freien Lauf, so in Thailand, wo sich Hunderte Menschen zu einer Protestkundgebung versammelten. Tatsächlich ist die Situation grotesk: Während im schwer getroffenen Irrawaddy-Delta Zehntausende Menschen ohne Unterstützung gegen den Tod kämpfen, kreuzen mit Hilfsgütern beladene Schiffe, etwa aus Frankreich oder Großbritannien, hilflos vor der Küste Birmas. Aus dem Regime hingegen heißt es, die erste Phase der Nothilfe sei abgeschlossen, nun beginne man mit dem Wiederaufbau. Die Demonstranten wollen dennoch nicht aufgeben – und ihre Forderung ist kurz: Rettet Birma!