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Zahl der Erdbebenopfer in China steigt - Überlebende fliehen vor Flutwellen

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Zahl der Erdbebenopfer in China steigt - Überlebende fliehen vor Flutwellen

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Nach dem verheerenden Erdbeben in China hat sich die Zahl der offiziell bestätigten Todesopfer am Sonntag auf 32.500 erhöht. Experten rechnen allerdings mit erheblich mehr Toten. Verletzt wurden laut der Regierung in Peking 220.000 Menschen, mehr als 100.000 müssen in Krankenhäusern und Feldlazaretten ärztlich behandelt werden. Für die Überlebenden kommt noch eine weitere Bedrohung hinzu: Nach mehreren Nachbeben haben schwere Erdrutsche Flüsse und Wasserläufe blockiert. Zahlreiche Staudämme sind beschädigt – eine traurige Bestätigung für jene Experten, die vergeblich davor gewarnt hatten, in einem erdbebengefährdeten Gebiet Dämme zu bauen. Die Stadt Beichuan musste evakuiert werden, da sich oberhalb der Stadt ein gewaltiger See gebildet hatte und eine Flutwelle befürchtet wird. Tausende Menschen sind auf der Flucht – und nur manche konnten wenigstens ihre liebsten Besitztümer mitnehmen.

Aber auch fast eine Woche nach dem Beben können die Helfer immer wieder Überlebende aus den Trümmern eingestürzter Gebäude retten. Mehr als 60 Menschen wurden allein am Samstag geborgen. Im nepalesischen Kathmandu versammelten sich 200 buddhistische Mönche, um für die Erdbebenopfer zu beten. Gemäß der buddhistischen Tradition müssen solche Gebeten sieben Tage nach dem Tod eines Menschen gesprochen werden, damit seine Seele in Frieden ruhen kann.