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Birmanische Militärjunta gibt nach: Ausländische Ärzte dürfen in Krisengebiete

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Birmanische Militärjunta gibt nach: Ausländische Ärzte dürfen in Krisengebiete

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Hoffnung für die Zyklon-Opfer in Myanmar, dem ehemaligen Birma: Laut dem Verband Südostasiatischer Nationen (kurz Asean) soll die Militärjunta eingewilligt haben, ausländische Ärzte und medizinische Helfer in die Katastrophengebiete zu lassen. Am Mittwoch wird UN-Generalsekretär Ban Ki Moon in Birma erwartet. Er will in die vom Zyklon verwüsteten Gebiete reisen und mit Vertretern des Militärregimes zusammentreffen. Unterdessen hat Juntachef Than Shwe erstmals die Krisenregion besucht. Der 75-jährige inspizierte Flüchtlingslager in der Nähe von Rangun und sprach mit Betroffenen.

Man befinde sich in der Wiederaufbauphase, ließ die Junta verlauten, und tatsächlich werden vielerorts zerstörte Brücken und Gebäude wieder aufgebaut. Helfer beurteilen die Situation jedoch weiterhin als dramatisch. Nicht überall stehen Zelte zum Schutz vor dem Regen zur Verfügung, zahlreiche Menschen leiden unter Erkrankungen der Atemwege oder – wegen des Trinkwassermangels – unter Diarrhoe. Vor allem Kinder und alte Menschen sind gefährdet: Hilfsorganisationen befürchten, dass ohne Lebensmittellieferungen Tausende Menschen in den nächsten Wochen verhungern werden.