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Chimären-Embryonen in Großbritannien

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Chimären-Embryonen in Großbritannien

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Dürfen Forscher in Großbritannien künftig Embryonen aus menschlichem Erbgut und Eizellen von Tieren produzieren. Nun soll darüber abgestimmt werden, ob mit dem von der Regierung geplanten neuen Gesetz die Erzeugung von Chimären-Embryonen zu Forschungszwecken generell erlaubt wird.

Britische Forscher hoffen, mit den aus diesen Mischwesen gewonnenen Stammzellen Krankheiten wie Alzheimer oder Parkinson besser behandeln zu können.

Evan Harris von der liberaldemokratischen Partei sagt, eine Entscheidung für die Chimären sei durchaus ethisch vertretbar – und zwar bis zu einer Entwicklung von 14 Tagen, wenn sie noch mikropisch klein sind.

Stammzellenexperte Carlos Lima sieht wenig Sinn in einem solchen Gesetz: “Es gibt keine einzige Krankheit, bei der die Forschung mit Embryonen-Stammzellen zu einer Heilung geführt hätte.”

Premierminister Gordon Brown appellierte an die Abgeordneten, der Vorlage zuzustimmen. Es sei eine “moralische Anstrengung”, mit der tausende Leben gerettet werden könnten.

Neben den Chimären geht es in dem Gesetz auch um die künstliche Befruchtung und eine Änderung der Abtreibungsregelung.
Die katholische Kirche nannte die Erzeugung solcher Embryonen “ein monströses Verbrechen”.