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Chinesische Führung verhängt dreitägige Staatstrauer

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Chinesische Führung verhängt dreitägige Staatstrauer

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Knapp eine Woche nach dem verheerenden Erdbeben in China hat die Staatsführung eine dreitägige, landesweite Trauer zum Gedenken an die Opfer angeordnet. Offiziell wurden bislang 32.500 Todesopfer geborgen, 220.000 Menschen wurden verletzt. Im chinesischen Fernsehen lief eine zweistündige Sendung, in der zahlreiche bekannte Stars auftraten. Zu Wort kamen auch Helfer, die in der Krisenregion im Einsatz waren und Menschen, die bei dem Erdbeben ihre Angehörigen verloren haben.

Außerdem wurde gezeigt, wie Sportler und Geschäftsleute insgesamt mehr als eine Million Euro für die Opfer spendeten. Noch immer erschüttern zahlreiche Nachbeben die Provinz Sichuan. Die Stadt Beichuan ist inzwischen eine Geisterstadt. Die Einwohner haben Angst, dass wegen der Nachbeben ein nahegelegener Staudamm bersten könnte und der Ort dann überschwemmt werden würde. Noch immer finden Helfer Überlebende unter den Trümmern. In Beichuan konnte ein Mann gerettet werden; er hatte 140 Stunden unter den Trümmern überlebt und wurde ins Krankenhaus gebracht. Um Epidemien vorzubeugen wurden zahlreiche Menschen desinfiziert, die aus Jingxiu kamen, dem Epizentrum des Bebens. Vieleorts fehlt es an Trinkwasser, Unterkünften und Medikamenten.
Regenfälle erschweren das Schicksal der fünf Millionen Obdachlosen und lösen neue Erdrutsche aus. Bei der Evakuierung flüchteten Rettungstrupps und tausende Menschen vor drohenden Flutwellen in höher gelegene Gebiete.