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Hoffnungsträger der russischen Zivilluftfahrtindustrie absolviert ersten Testflug

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Hoffnungsträger der russischen Zivilluftfahrtindustrie absolviert ersten Testflug

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In Russland hat der Hoffnungsträger der zivilen Luftfahrtindustrie den ersten Testflug erfolgreich absolviert. Das Regionalflugzeug Suchoi Superjet 100 war nach Angaben des Herstellers etwa 40 Minuten in der Luft. Für die Maschine, die 2009 ausgeliefert werden soll, liegen bislang 73 Bestellungen überwiegend aus Russland vor.

Viktor Subbotin, der Leiter der Zivilsparte des Rüstungskonzerns Suchoi, äußerte sich zufrieden.

Was Komfort, Sitzgröße und Raumangebot angehe, stelle die Maschine Jets anderer Anbieter in nichts nach. Die Passagiere würden keinen Unterschied merken.

Das mit Hilfe westlicher Technologie ausgestattete Regionalflugzeug kann zwischen 75 und 100 Passagiere aufnehmen. Die Reichweite beträgt 4400 Kilometer, der Kaufpreis 19 Millionen Euro. Der Superjet 100 soll auf dem Weltmarkt Herstellern wie Embraer aus Brasilien oder Bombardier aus Kanada Konkurrenz machen.

Für die russische Regierung gehört die Wiedergeburt des zivilen Flugzeugbaus zu einer industriepolitischen Priorität. Die Wirtschaftskrise in den 1990er Jahren hatte die Branche an den Rand des Ruins gebracht. Während zu Sowjetzeiten jährlich etwa 100 Maschinen verkauft wurden, waren es zuletzt weniger als zehn.