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Müllkrise in Neapel verschärft sich

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Müllkrise in Neapel verschärft sich

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Die Müllkrise in Neapel verschärft sich. Die aufgebrachten Bürger der süditalienischen Metropole machen ihrem Unmut über das Chaos zunehmend Luft. In der Nacht zum Sonntag wurden erneut Feuerwehrleute angegriffen, die angesteckte Müllberge löschen wollten. In den Straßen der Millionenstadt türmen sich bis zu 5000 Tonnen Müll. In der schlimmsten Zeit der Abfallkrise im Januar waren es mehr als 7000 Tonnen. Der Präfekt der Region, Alessandro Pansa, sagte, die Bürger der Stadt hielten viel aus, doch jetzt seien sie es leid, sie hätten keine Toleranz mehr. Sie würden wütend.

Der neue italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi will die Abfallkrise vorrangig angehen. Sein Kabinett tagt an diesem Mittwoch in Neapel. Die Bürgerproteste dort richten sich dort auch gegen den Plan der Kommune, eine weitere Mülldeponie am Stadtrand einzurichten. Die steigenden Temperaturen machen das Problem der stinkenden Müllberge noch übler. Vor kurzem hatte die EU-Kommission die Regierung wegen der Abfallkrise verklagt, so dass Italien eine Strafe in Millionenhöhe drohen könnte. Der Müll war erstmals im Frühjahr 2007 wochenlang liegen geblieben. Seit Weihnachten 2007 wiederholte sich der Skandal.