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Spanische Politiker verurteilen Anschläge der ETA: Neue Terroroffensive befürchtet

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Spanische Politiker verurteilen Anschläge der ETA: Neue Terroroffensive befürchtet

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In weniger als einer Woche hat die baskische Separatistenorganisation ETA mit zwei Anschlägen auf sich aufmerksam gemacht. In der Nacht zum Montag detonierte ein in einem Lieferwagen versteckter 60 Kilo-Sprengsatz vor einem Jachtclub im baskischen Getxo. Verletzt wurde niemand, da eine Stunde vor der Explosion ein anonymer Anrufer im Namen der ETA vor der Bombe gewarnt hatte und die Polizei die Gegend rechtzeitig räumen konnte. Allerdings entstand erheblicher Sachschaden am Clubgebäude und umliegenden Wohnhäusern. Der Sprengsatz ging zehn Minuten früher als angekündigt hoch. Die ETA habe den Beamten eine Falle stellen wollen, hieß es. Spaniens Innenminister Alfredo Pérez Rubalcaba suchte nach Erklärungen für die Terroroffensive. Wenn die ETA interne Probleme habe, greife sie auf Gewalt zurück, um ihre Kräfte zu einen, sagte er.

Rubalcaba räumte zudem ein, dass die ETA offenbar eine größere Anschlagswelle vorbereitet habe. Erst vergangene Woche war bei einem Anschlag auf eine Polizeikaserne im Baskenland ein Beamter getötet worden. Oppositionsführer Mariano Rajoy kündigte an, seine Volkspartei werde die Regierung unterstützen, wenn der Kampf gegen die ETA Priorität habe – und wenn die Regierung nicht dieselben Fehler mache wie in den vergangenen Jahren.

Der jüngste Anschlag kam einen Tag vor einem Treffen zwischen Spaniens Ministerpräsident José Luis Rodriguez Zapatero und dem baskischen Regierungschef Juan José Ibarretxe. Dieser will die Basken im Oktober über ihre Autonomie abstimmen lassen, Zapatero lehnt das Referendum als verfassungswidrig ab.