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Überlebende des Erdbebens in China suchen den Weg zurück zur Normalität

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Überlebende des Erdbebens in China suchen den Weg zurück zur Normalität

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Die Not ist groß in den Erdbebengebieten in China – und erst nach und nach wird das ganze Ausmaß der Zerstörung sichtbar. Viele Straßen wurden schwer beschädigt oder von Erdrutschen völlig blockiert, mehr als 70 Dörfer in den Bergen sind noch immer von der Außenwelt abgeschnitten. In den eingestürzten Häusern finden sich da und dort Erinnerungen an ihre Bewohner. Die Überlebenden der Katastrophe müssen nun versuchen, mit den Geschehnissen fertigzuwerden. Zhang Xue Jin hat ihren Sohn verloren. Nun wohnt sie mit mehreren anderen Familien in einem Zelt. “Wir sind 19 Personen”, erzählt sie, “und wir lebten vorher auf dem Hügel, aber jetzt sind wir hierher gekommen. Und einer von uns ist sehr krank.”

Aber das Leben muss weitergehen, und so hat eine Schule in Xiang den Unterricht schon wieder aufgenommen. 90 Prozent der Häuser in der Stadt wurden zerstört, aber in zwei behelfsmäßigen Klassenzimmern lernen die Schüler Lesen, Schreiben, Rechnen, ganz wie vor der Katastrophe. Auch die Versorgung der Verletzten gestaltet sich schwierig. In der schwer betroffenen Gegend Mianyang werden die Verwundeten mit Spezialzügen in größere Krankenhäuser gebracht. Ausländische Mediziner sind China dabei sehr willkommen: Aus dem Außenministerium hieß es, man werde Visa für Ärzteteams aus dem Ausland bereitstellen.