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Bahnstreik legt Belgien lahm

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Bahnstreik legt Belgien lahm

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In Belgien stehen die Signale auf Rot: Ein landesweiter Streik soll den Bahnverkehr für 24 Stunden lahmlegen. Erst in der Nacht sollen die Züge wieder rollen. Die rund 38.000 Beschäftigten sind unzufrieden mit Arbeitszeit- und Ruhestandsregelungen. Zudem fordern sie mehr Geld. Am Freitag waren die Verhandlungen gescheitert. Seine Gewerkschaft wüsste um die Probleme für die Reisdenden, sagte der Vorsitzende Gerard Gelmini. Doch wenn man auf eine Mauer pralle, bliebe nur die letzte Waffe, der Streik.

Die staatliche Bahngesellschaft will ihre Stammkunden entschädigen: Einer Viertelmillion Dauerkartenbesitzer verspricht sie einen Sorry-Pass. Beide Seiten müssten um jeden Preis zu einem ausgewogenen Abschluss finden, sagte Jannie Haek von der Bahn. Niemand habe ein Interesse daran, die Fahrgäste als Geiseln zu nehmen, das müsse vermieden werden.

Doppelt so lang wie üblich könnten die Staus werden, wenn eine halbe Million Reisende auf die Straße ausweichen. Die Arbeitgeber riefen dazu auf, alles daran zu setzen, zur Arbeit zu kommen. Doch einige nahmen sich lieber frei: Er bleibe zu Hause, sagte ein junger Mann, er habe keine Wahl. Der Streik sei ja angekündigt gewesen und habe einen guten Grund.

Auch die internationalen Linien sind betroffen: Der Thalys verkehrt gar nicht, der Eurostar nur bis Frankreich. Die französische Fluglinie Air France will Busse von Brüssel zum Pariser Flughafen einsetzen.