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Geberkonferenz in Myanmar

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Geberkonferenz in Myanmar

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Der internationale Druck auf Myanmar – das ehemalige Birma – hat gewirkt; ein wenig zumindest: Nachdem die Militärjunta wochenlang ausländische Hilfe für die Oper des Wirbelsturms abgelehnt hatte, kündigten nun die UNO und die Südostasiatische Staatengemeinschaft ASEAN für Sonntag eine internationale Geberkonferenz in Rangun an. Alle UN-Mitgliedstaaten seien eingeladen hieß es in einer Erklärung, und: es soll sowohl um Nothilfe – als auch um den langfristigen Wiederaufbau der betroffenen Gebiete im Süden des Landes gehen. In einem ersten Schritt hatte die birmanische Regierung zuvor bereits ausländische Hilfe zugelassen – aber nur aus den asiatischen Nachbarstaaten.

Staatschef General Than Shwe besuchte zum ersten Mal die Opfer der Katastrophe: aber er begnügte sich mit einem Rundgang durch Notlager in einem Vorort der Wirtschaftsmetropole Rangun. Kurz nach Than Shwe traf der Uno-Koordinator für humanitäre Hilfe, John Holmes, in Rangun ein. Er konnte anschließend das Irrawaddy-Delta mit dem Hubschrauber überfliegen. Auch einen Besuch des UN-Generalsekretärs Ban Ki Moon in das Katastrophengebiet hat die Militärregierung nun genehmigt. Hilfe ist dringend nötig: Die Uno geht davon aus, dass die bisherigen Lieferungen nicht einmal einen Drittel der Menschen erreichen, die sie am dringendsten benötigen.