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Großbritannien erlaubt künstliche "Retter-Geschwister"

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Großbritannien erlaubt künstliche "Retter-Geschwister"

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Die Pläne der britischen Regierung zur Ausweitung der Embryonal- und Stammzellenforschung haben im Parlament eine wichtige Hürde genommen. Spät am Montagabend wurde im Unterhaus in London ein Antrag zum Verbot der Produktion sogenannter “Helfer- oder Retter-Geschwister” mit großer Mehrheit abgelehnt. Die Labour-Abgeordnete Fiona MacTaggart erklärt, dass damit in Zukunft wichtige Schritte gegen chronische Krankheiten möglich sind. Premierminister Gordon Brown hatte sich nachdrücklich für die Ausweitung der gesetzlichen Grundlagen zur Stammzellenforschung ausgesprochen.

Bei der Produktion von “Helfer- oder Retter-Geschwistern” geht es um die künstliche Zeugung vom Erbgut her weitgehend übereinstimmender Geschwisterkinder, die einem erkrankten Kind Zellen oder genetisches Material für die Behandlung liefern sollen.

Zuvor hatten die Parlamentarier bereits einen Antrag zum Verbot der Forschung mit Hybrid-Embryonen aus menschlichem und tierischem Material abgelehnt. Den Abstimmungen waren heftige Kontroversen vorausgegangen. Kritiker sprachen von “monströsen” Auswüchsen der Forschung und einem Herumpfuschen an der Natur. Heute soll im Parlament über die Verkürzung der 24-wöchigen Abtreibungsfrist abgestimmt werden.