Eilmeldung

Eilmeldung

Nacht der Trauer und Furcht in China

Sie lesen gerade:

Nacht der Trauer und Furcht in China

Schriftgrösse Aa Aa

Eine Woche nach dem verheerenden Erdbeben haben die Menschen in China eine unruhige Nacht erlebt. Während Millionen Chinesen der Opfer gedachten, harrten andere aus Angst vor Nachbeben im Freien aus. Eine dreitägige Staatstrauer hat die Regierung angeordnet, zum ersten Mal nach einer Naturkatastrophe. Im Fernsehen, im Internet, im ganzen Land sind die Trauerfarben schwarz, weiß, gelb zu sehen. Und das Motiv Fünf-Zwölf: Für die, die am zwölften Mai ihr Leben ließen. Bislang sind 34.000 Tote bestätigt. Rund ebenso viele werden noch vermisst.

Fast 250.000 Menschen wurden bei dem Beben verletzt, auch ihrer gedenken sie hier in Chengdu. Ihnen und den Angehörigen wolle sie zeigen, dass sie nicht allein seien, sagt eine junge Frau, sie sollten tapfer sein.

Doch die Krisenregion kommt nicht zur Ruhe. Aus Angst vor Nachbeben flüchteten sich tausende Menschen ins Freie, in Chengdu ebenso wie in Mianyang. Dort wurde ein Krankenhaus evakuiert. Im Fernsehen war vor einem starken Nachbeben gewarnt worden. Sie hätten viele Menschen zu betreuen, sagt eine Krankenschwester, und die Sicherheit der Patienten zu gewährleisten.

Immer wieder bebt die Erde in der Provinz Sichuan stark nach, knapp 30 mal innerhalb der vergangenen Woche. Auch viele Hotels rieten ihren Gästen, lieber zu campen. Journalisten, Helfer und Anwohner brachten ihre Habe ins Freie.