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Wahlen in Georgien von Konflikten und Vorwürfen überschattet

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Wahlen in Georgien von Konflikten und Vorwürfen überschattet

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Letzte Vorbereitungen vor den Parlamentswahlen in Georgien: Insgesamt 12 Parteien und Blöcke treten zu den vorgezogenen Wahlen am Mittwoch an, die auch vom Westen genau verfolgt werden. Die Opposition übte im Wahlkampf heftige Kritik an der Regierung, beschuldigte sie, die Wahlen manipulieren zu wollen und den Konflikt um die abtrünnigen Regionen Abchasien und Südossetien zu instrumentalisieren, um von innenpolitischen Problemen abzulenken. Dennoch sehen letzte Umfragen die “Vereinte Nationale Bewegung” von Präsident Michail Saakaschwili leicht in Führung – vielleicht auch mit Hilfe der Medien. Wahlkampfbeobachter kritisierten, dass über Saakaschwilis Partei nicht neutral, sondern überwiegend positiv berichtetet wurde.

Der in sich zerstrittenen Opposition fehlt nach Meinung von Experten vor allem eine starke Führungspersönlichkeit. Lewan Gatschetschiladse gibt sich radikal, aber er verfügt über zu wenig Rückhalt in der Bevölkerung und konnte auch kein glaubwürdiges Alternativkonzept präsentieren. Sein Wahlkampf war vor allem von Angriffen gegen Saakaschwili geprägt. Und sogar manche Oppositionsparteien befürchten, dass sie sich letztlich gegenseitig Stimmen wegnehmen könnten.