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Allianz erwartet Konsolidierung im deutschen Banksektor - auch bei der Tochter Dresdner Bank

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Allianz erwartet Konsolidierung im deutschen Banksektor - auch bei der Tochter Dresdner Bank

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Jetzt darf jeder mitspekulieren, wie es mit der Dresdner Bank weitergeht. Verkauf, Fusion – Der Mutterkonzern Allianz lässt alle Möglichkeiten offen. In den vergangenen Wochen war immer wieder über ein Zusammengehen der Dresdner mit der Deutschen Postbank spekuliert worden. Das Privatkunden-Geschäft der Citibank steht ebenfalls unter Beobachtung.

Die meisten Allianz-Aktionäre begrüßen die angekündigte Aufspaltung der Dresdner in Privat- und Geschäftskunden-Bereich und Investmentbanking. Die Dresdner Bank musste im Investmentbanking 2007 rund 1,5 Milliarden Euro auf Wertpapiere abschreiben. Ihr Nettogewinn halbierte sich dadurch auf 410 Millionen Euro. Und das soll noch nicht das Ende der Fahnenstange sein.

Allianz-Vorstandschef Michael Diekmann: “In einem Umfeld, das in Deutschland durch die öffentlich-rechtlichen Institute geprägt ist, muss es für die privaten Banken Ziel sein, wettbewerbsfähige Marktanteile zu bilden. Auch wir führen Sondierungsgespräche, die aber noch nicht das Stadium erreicht haben, dass ich heute darüber berichten könnte.”

Der Versicherungskonzern Allianz erwartet eine Konsolidierung im deutschen Bankensektor und will dabei eine aktive Rolle spielen. Zur Frage konkreter Verhandlungen über die Zukunft der Dresdner Bank hatte sich der Vorstand bisher jedoch bedeckt gehalten.

Die Allianz hatte die Dresdner Bank im April 2001 für rund 24 Milliarden Euro übernommen und über Jahre hinweg mit der Integration gekämpft. Seither entstanden dem Konzern Milliardenverluste, bei der Dresdner Bank verschwanden Tausende Arbeitsplätze.

Trotz der Belastungen in der Banksparte hatte der Allianz-Konzern 2007 einen Rekordüberschuss von acht Milliarden Euro eingefahren und war damit das profitabelste deutsche Unternehmen.