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Ausländerhatz in Südafrika: Opposition fordert Eingreifen der Armee

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Ausländerhatz in Südafrika: Opposition fordert Eingreifen der Armee

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In Südafrika wird angesichts der anhaltenden Gewalt gegen Zuwanderer der Ruf nach einem Eingreifen der Armee lauter. Bewaffnete Banden durchkämmen weiter die Armenviertel der Millionenmetropole Johannesburg, besonders betroffen war gestern das Viertel Ramaphosa. Ausländer, die sie finden, werden vertrieben, ihre Häuser geplündert und angesteckt. In der Stadt Brakpan wurde ein Mosambikaner bei lebendigem Leibe verbrannt.

In den vergangenen zehn Tagen wurden bis zu 30 Menschen getötet, hunderte verletzt, 13.000 vertrieben. In Todesangst flüchten sie sich in Kirchen und Polizeiwachen. Geschätzte zehn Prozent der Menschen in Südafrika sind Ausländer. Sie werden verantwortlich gemacht für Kriminalität und mangelnde Arbeitsplätze. Während Sicherheitsminister Charles Nqakula ihnen Schutz versprach, forderte die Opposition den Einsatz der Armee. Die Polizei behauptet, die Lage unter Kontrolle zu haben, forderte aber Verstärkung durch Elite-Einheiten an.