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Ifo-Wirtschaftsforscher machen in Optimismus

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Ifo-Wirtschaftsforscher machen in Optimismus

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Damit hatte keiner gerechnet: Die deutsche Wirtschaft blickt optimistisch in die Zukunft, trotz Ölpreiserkorden und Finanzkrise. Der Ifo-Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft in Deutschland ist im Mai entgegen den Erwartungen von Volkswirten gestiegen. Das Ifo-Institut befragt rund 7000 Unternehmen, wie sie ihre Geschäftsaussichten für die kommenden sechs Monate einschätzen.

Der private Konsum könnte nach Einschätzung des Münchener Instituts die deutsche Wirtschaft in den kommenden Monaten mehr und mehr stützen. Der Einzelhandel gebe sich zur Zeit verhalten optimistisch. Die Industrie rechne weiter mit einem ordentlichen Exportgeschäft. Das reiche für einen moderaten Aufbau von Arbeitsplätzen.

Der Ifo-Index zog auf 103,5 Punkte an – nach 102,4 Punkten im April. Im Vorfeld hatten Experten mit einem Rückgang auf 102 Punkte gerechnet. In den vergangenen 12 Monaten hatte sich die Stimmung mit einigem Auf und Ab im Ganzen verfinstert. Ein kurzer Höhenflug zum Jahreswechsel mündete im April in einem Absacker.

Jetzt macht sich Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn Hoffnungen auf eine weiche Landung. Die Dämpfung der deutschen Konjunktur dürfte moderat ausfallen, sagte Sinn. Konjunkturexperten des Instituts halten für das Gesamtjahr gut 2% Wirtschaftswachstum für möglich – und legten damit mehr als zehn Prozent auf den Wert der Gemeinschaftsprognose der Wirtschaftsforschungsinstitute drauf.

Zum Vergleich: Laut Eurostat wuchs das Bruttoinlandsprodukt der 15 Euroländer im Jahresabstand wuchs das um 2,2 Prozent. Der Ifo-Geschäftsklimaindex gilt als wichtiger Konjunkturindikator mit Vorlauf. Diese Frühinikatoren wie etwa auch Indices zur Stimmung von Einkaufsmanagern und Konsumklima – spiegeln Zukunftserwartungen wider. Das ifo-Geschäftsklima gilt als verlässliches Instrument zur Prognose von konjunkturellen Wendepunkten.