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Rekordjagd bei Ölpreisen nimmt kein Ende

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Rekordjagd bei Ölpreisen nimmt kein Ende

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Die Rekordjagd bei den Ölpreisen nimmt kein Ende. An diesem Donnerstag wurde mit mehr als 135 Dollar pro Barrel erneut ein historischer Höchststand erreicht. Der Grund: Die Internationale Energie-Agentur wird ihre Angebotsprognose möglicherweise massiv nach unten korrigieren. Damit liegt der Spitzenpreis des laufenden Jahres mehr als ein Drittel über dem des Vorjahres.

Shell-Vorstandschef Jeroen van der Veer zeigte sich über das Ausmaß des Preisanstiegs überrascht. Schließlich gebe es keine Versorgungsengpässe, keine Öltanker, die im Nahen Osten festsäßen, keine Autoschlangen vor den Tankstellen. Es sei eben allein unberechenbare Marktpsychologie.

Unterdessen wiederholte die OPEC ihre Auffassung, gegen die Preisexplosion kein Mittel zu haben. Selbst wenn die Förderung über Nacht dramatisch erhöht würde, werde sich das Preisniveau nicht ändern, sagte Generalsekretär Abdullah al-Badri.

Die Preisexplosion wird derweil für die Fluggesellschaften zu einem Alptraum. In den USA erhöhten einige als Reaktion bereits ihre Tarife und strichen Verbindungen. American Airlines kündigte zudem den Abbau tausender Arbeitsplätze an. Die führenden deutschen Gesellschaften Lufthansa und Air Berlin planen bislang keine Maßnahmen.