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Israels Regierungschef Olmert erneut verhört

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Israels Regierungschef Olmert erneut verhört

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Israels Regierungschef Ehud Olmert ist erneut von der Polizei vernommen worden. Die Ermittler kamen dazu in sein Haus in Jerusalem. Es ist Olmerts zweite Vernehmung: In dem Fall geht es um den Vorwurf der Bestechlichkeit.

Olmert soll von einem amerikanischen Geschäftsmann große Summen Geld angenommen haben, bar in Briefumschlägen; damals war er Oberbürgermeister von Jerusalem. Dass er das Geld bekommen hat, gibt er auch zu; er bestreitet aber, dafür eine Gegenleistung erbracht zu haben.

Olmert zufolge hatte dieser Geschäftsmann, Morris Talansky, für ihn nur Spenden gesammelt. Damit habe er in den Neunzigern zwei Oberbürgermeisterwahlen bestritten, außerdem zwei Wahlen zum Vorsitz seiner Likud-Partei. Auch Talansky gibt die Zahlungen zu.

Die Ermittler prüfen nun auch, ob Olmert gegen Vorschriften bei der Wahlkampffinanzierung verstoßen hat. Sollte es zu einer Anklage kommen, will Olmert zurücktreten.

Gegen ihn laufen auch noch Ermittlungen wegen anderer Vorwürfe von Bestechlichkeit und Vetternwirtschaft. In einem weiteren Fall ging es um seine Rolle als Finanzminister beim Verkauf einer staatlichen Bank; hier gab es aber keine ausreichenden Beweise.