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Kein Ende der Rekordjagd bei Ölpreisen in Sicht

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Kein Ende der Rekordjagd bei Ölpreisen in Sicht

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Trotz der jüngsten Gewinnmitnahmen auf den Ölmärkten sagen Experten kein Ende der Rekordjagd voraus. Von einer Entspannung könne keine Rede sein, hieß es bei Analysten. Neben der Sorge vor künftigen Engpässen bei der Versorgung der Weltmärkte mit Rohöl sehen sie auch das starke Engagement von Spekulanten als Preistreiber.

Welche Ausmaße das Fieber auf den Ölmärkten inzwischen angenommen hat, zeigen diese Zahlen. 2007 nahmen die OPEC-Staaten in jeder Stunde 52 Millionen Euro ein, insgesamt 450 Milliarden Euro. Die weltweite Nachfrage war drei Mal so hoch: Für 180 Millionen Euro pro Stunde kauften die Verbrauchsländer Rohöl.

Der Versuch der Verbrauchsländer, die OPEC zu einer höheren Förderung zu bewegen, wurde vom venezolanischen Staatspräsidenten Hugo Chavez scharf kritisiert. Nicht die Förderländer, sondern die Verbrauchsländer und deren Verschwendung seien schuld an der Ölpreisexplosion. Nun werde der Versuch gemacht, die OPEC zu dämonisieren.

Die OPEC hatte zuletzt mehrfach erklärt, keinen Einfluss auf die Preissprünge zu haben. Der schwache Dollar und Spekulationen an den Märkten seien dafür verantwortlich, hieß es immer wieder.

Auf Spekulationen und Rekordpreise an den Zapfsäulen könnte Analysten zufolge die US-Notenbank demnächst mit einer schockartigen Zinserhöhung reagieren. Dies könnte viele Spekulanten im Zaum halten.