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Möglicherweise Ausländer nach Birma

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Möglicherweise Ausländer nach Birma

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Nach der Sturm- und Flutkatastrophe will Birma, auch bekannt als Myanmar, nun doch ausländische Helfer in die betroffenen Gebiete lassen. Das ergab der Besuch von UNO-Generalsekretär Ban Ki-Mun. Laut UNO soll das für alle Helfer gelten, egal aus welchem Land. Bisher hatte die Militärregierung das trotz weltweiten Drucks abgelehnt.

Viele Hilfsorganisationen sind aber skeptisch, weil Einzelheiten unklar bleiben. Dazu zählt, ob nun tatsächlich neue Helfer einreisen können – oder ob nur einfach die Ausländer, die sowieso schon im Land sind, nun auch in die betroffenen Gebiete dürfen.

Die Hilfe wird jetzt auch schwieriger: Das große Problem werde der Beginn der Regenzeit sein, sagt eine Sprecherin des UNO-Büros für humanitäre Angelegenheiten in Genf. Der sintflutartige Regen mache dann die Straßen unpassierbar. Man brauche Boote: Nur so könne man Hilfe auf Hunderte kleiner Inseln bringen – natürliche Inseln und solche, die durch Sturm und Flut entstanden seien.

Damit wird auch ein weiteres Zugeständnis der Militärherrscher wichtig: Der Flughafen der größten Stadt, Rangun, darf nun als Verteilzentrum für Hilfsgüter genutzt werden.

Durch Wirbelsturm und Überschwemmung wurden mindestens achtzigtausend Menschen getötet; Zehntausende werden aber auch noch vermisst. Die UNO schätzt, dass mehr als zwei Millionen Menschen von Hunger und Obdachlosigkeit betroffen sind.