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Weitere Proteste europäischer Fischer gegen hohe Treibstoffpreise

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Weitere Proteste europäischer Fischer gegen hohe Treibstoffpreise

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In Europa weiten sich die Proteste der Fischer gegen hohe Treibstoffpreise weiter aus. In Frankreich plünderten aufgebrachte Fischer zwei Großmärkte in der Bretagne und warfen die Fische auf die Straße. Außerdem blockierte sie den Verkehr im Ärmelkanal mit Kuttern und besetzten zeitweise einige Hafenämter.

Die französischen Fischer betrachten die neuen Zusagen von Agrarminister Michel Barnier als unzureichend. Der Minister betonte, die bisherigen direkten Hilfen hätten dem EU-Recht widersprochen; daher habe die Regierung diese Hilfen einstellen müssen. Die Regierung biete nun Hilfe für die Fischfangboote im Rahmen des europäischen Regelwerks. Barnier betonte, er sei mit der EU-Kommission über Hilfen zur Modernisierung der Fangflotte einig, – was die Kommission jedoch dementierte.

Auch in Belgien protestierten Fischer gegen die hohen Treibstoffpreise. Sie kamen in der Hafenstadt Zeebrugge zusammen und verteilten Flugblätter und Fisch an Passanten. Die Regierung müsse verstehen, dass die Menschen Hilfe benötigten, und nicht nur die Fischer, sage ein Mann in Zeebrugge; so könne man nicht leben.

Die spanischen Fischer drohten unterdessen mit der Einstellung des Fischfangs im Juni. Ihre portugiesischen Kollegen wollen schon am kommenden Freitag in einen unbefristeten Streik treten.