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Birma vor wichtiger Geberkonferenz

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Birma vor wichtiger Geberkonferenz

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Auch in Birmas Katastrophengebieten haben die Menschen nun über die neue Verfassung abgestimmt. Diese Verfassung festigt die Macht der Militärherrscher: Im Großteil des Landes fand die Abstimmung schon zum geplanten Termin vor zwei Wochen statt, trotz Wirbelsturm und Überschwemmung kurz zuvor. Die Zustimmung lag bei mehr als neunzig Prozent.

Am Sonntag findet in Rangun, Birmas größter Stadt, eine Geberkonferenz statt. Zu dem Treffen kommen Vertreter von rund sechzig Ländern, darunter Deutschland und die Schweiz. Birmas Regierung hat angekündigt, sie brauche gut sieben Milliarden Euro.

Durch Sturm und Flut sind achtzigtausend Menschen ums Leben gekommen, Zehntausende werden noch vermisst. Die UNO schätzt, dass von Hunger und Obdachlosigkeit weit über zwei Millionen Menschen betroffen sind.

Inzwischen kam die Militärregierung den Forderungen entgegen, endlich auch ausländische Helfer in die Katastrophengebiete zu lassen. Einzelheiten sind aber unklar, so dass die Hilfsorganisationen skeptisch bleiben. Regierungsgegner sehen darin nur ein Versprechen, um die Geberkonferenz zu beeinflussen.