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Protest gegen Gewalt in Südafrika

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Protest gegen Gewalt in Südafrika

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Mehrere tausend Südafrikaner haben gegen die jüngste Gewalt in ihrem Land demonstriert. Kirchen und Gewerkschaften hatten dazu aufgerufen. In Südafrikas größter Stadt Johannesburg verurteilten die Demonstranten die Ausschreitungen der letzten Tage gegen Einwanderer. Manche warfen Staatspräsident Thabo Mbeki vor, er habe zu langsam auf die Gewalt reagiert.

Die Unruhen haben inzwischen von Johannesburg auf andere Landesteile übergegriffen. Mehr als vierzig Menschen sind ums Leben gekommen. Hunderte wurden verletzt, viele Wohnungen und Geschäfte zerstört und geplündert.

Die Gewalt richtet sich gegen Einwanderer, die meist aus den ärmeren Nachbarländern kommen, wie Mosambik oder Simbabwe. Die Angreifer werfen ihnen vor, sie nähmen ihnen die Arbeit weg. Viele Betroffene haben sich in Notunterkünfte geflüchtet oder sind vorerst in ihre Heimatländer zurückgekehrt.

Inzwischen berichtet eine südafrikanische Zeitung, dass einige afrikanische Botschafter schon letzten Monat die Regierung vor derartigen Ausschreitungen gewarnt hätten. Die Regierung selbst wurde dagegen nach eigenen Angaben von der Gewalt überrascht.