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UN-Generalsekretär lobt chinesische Organisation der Erdbebenhilfe

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UN-Generalsekretär lobt chinesische Organisation der Erdbebenhilfe

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Mit lobendenden Worten hat UN-Generalsekretär Ban Ki Moon bei seinem Besuch in China die dortige Organisation der Katastrophenhilfe gewürdigt. In Begleitung von Ministerpräsident Wen Jinbao verschaffte er sich einen Eindruck von der Lage im Erdbebengebiet.

Zuvor hatte Ban das von einem Wirbelsturm verwüstete Birma besucht, dessen Militärregierung wochenlang ausländische Hilfe abgewiesen hatte. Der chinesische Regierungschef dankte der UNO für ihre Hilfe. Der UN-Generalsekretär erklärte, er sei bewegt von der Führungsstärke, die Staats- und Parteichef Hu Jintao und Regierungschef Wen Jiabao gezeigt hätten. Das ganze chinesische Volk zeige einen starken Willen zur Selbsthilfe und Zusammenarbeit, betonte Ban Ki Moon. Er sicherte China weitere Hilfe der UNO zu. Nach Angaben der Weltorganisation wurden China bereits rund viereinhalb Millionen Euro aus dem Nothilfe-Fonds zur Verfügung gestellt. Zwölf Tage nach dem Beben in der südwestlichen Provinz Sichuan sind dort rund fünf Millionen Menschen obdachlos. Der chinesische Ministerpräsident erklärte bei dem Treffen, die Zahl der Todesopfer des Erdbebens sei auf mehr als 60 000 gestiegen. Nach seinen Angaben gelten fast 30 000 Menschen immer noch als vermisst. Rund 300 000 Menschen wurden verletzt.

Ministerpräsident Wen Jiabao hatte am Vortag ein Flussgebiet inspiziert, wo nach Erdrutschen natürliche Stauseen entstanden sind. Aus Angst vor Dammbrüchen wurden weite Gebiete evakuiert.