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Union der Südamerikanischen Nationen nach Vorbild der EU gegründet

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Union der Südamerikanischen Nationen nach Vorbild der EU gegründet

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Die zwölf Staaten Südamerikas haben sich enger zusammengeschlossen: Bei ihrem Gipfeltreffen in der brasilianischen Hauptstadt Brasilia unterzeichneten die Staats- und Regierungschefs die Gründungsurkunde der “Union der Südamerikanischen Nationen”, abgekürzt UNASUR. Der Integrationsprozess wird von Spannungen zwischen einzelnen Mitgliedsstaaten belastet.

Doch der brasilianische Präsident Ignacio Lula da Silva betonte, auch die Europäische Union sei durch verschiedene Meinungen etwa zum Irak-Krieg oder zum Euro nicht geschwächt worden. Jedenfalls sei Südamerika nun integrierter als je zuvor.

Die neue Union UNASUR soll auch dazu beitragen, dass Konflikte zwischen einzelnen Staaten nicht eskalieren – wie jüngst der Streit zwischen Kolumbien, Venezuela und Ecuador. Die unter anderen von Brasilien, Argentinien und Venezuela angestrebte Gründung eines “Süd- amerikanischen Verteidigungsrates” konnte noch nicht verwirklicht werden. Widerstand leistete vor allem die rechtskonservative Regierung von Kolumbien.
Eine Arbeitsgruppe werde in den nächsten 90 Tagen einen neuen Gründungsvorschlag erarbeiten, hieß es offiziell. Die verschiedenen Interessen der Region sollten im neuen Vorschlag besser berücksichtigt werden, erklärte Lula.